Verkehrsführung Appeltwiese und Riemerling West

Seit Jahren beschäftigt sich der Gemeinderat von Hohenbrunn in immer neuen Beschlüssen mit der Verkehrsführung zum Gewerbegebiet Riemerling. Auch jetzt gibt es weiter Diskussionen und Kritik der Anwohner, vornehmlich in der Appeltwiese und in der Prinz-Alfons-Straße.

Hier einige Stellungnahmen der GRÜNEN zu diesem Problemkreis:

“Entlastungsstraße” wird zur Belastung

Die sogenannte “Entlastungsstraße” zum Gewerbegebiet Riemerling durch den (Bann)-Wald ist vor allem für die Neubürger an der Appeltwiese zu einer Belastungsstraße geworden. Die Grünen haben sich vehement gegen diese Straße ausgesprochen.

Als Alternative schlugen wir einen Ausbau der Rudolf-Diesel-Straße (Ampel!) und eine Entschädigung der ca. acht Anlieger vor. Stattdessen wurde an der Appeltwiese ein Mischgebiet ausgewiesen und entgegen früherer Beteuerungen mit Wohnungen bebaut. Ergebnis: Jetzt sind noch mehr Anlieger von der Zufahrt zum Gewerbegebiet betroffen und vor allem auch viele Kinder, die in das Neubaugebiet mit ihren Eltern gezogen sind.

Was tun? Leider müssen auch wir mit dieser von CSU und ÜWG betriebenen Fehlplanung leben. Das 2000 beschlossene Verkehrskonzept (Schließung der Robert-Bosch-Straße und Einbahnregelung in der Rudolf-Diesel-Straße) entlastet auch das Wohngebiet Appeltwiese und bringt dort laut Verkehrsgutachten ein Aufkommen wie auf der Hohenbrunner Straße.

Zur Zeit laufen innerhalb der CSU Bestrebungen, das Verkehrskonzept wieder zu kippen und die Robert-Bosch-Straße wieder zu öffnen. Dann würde sich aber neuer Schleichverkehr über die Appeltwiese in das Wohngebiet Riemerling-West ergießen. Die Versprechungen, die bei der Planung der neuen Straße gemacht wurden, würden so geradezu ins Gegenteil verkehrt.

Bei Planung der neuen Straße hätte gleich ein Verkehrskonzept erstellt werden müssen. Dann wären die Probleme sofort zu Tage getreten und wir hätten uns alles weitere erspart.

Bereits 1996 bei der Erstellung des Flächennutzungsplanes wurde von NATUR UND UMWELT SÜDOST E.V. durch Hr. Eric Huber auf die Unsinnigkeit der sogenannten “Entlastungsstraße” hingewiesen. (Februar 2002)

Leserbrief an die SZ (Landkreisausgabe) vom 26. Februar 2002 – Keine “seltsame Kehrtwendung”

Auch in der Appeltwiese leben und wohnen Menschen, denen man nicht unbedingt den gesamten Zugangsverkehr zum Gewerbegebiet Riemerling-West – wie es die SPD gerne gehabt hätte – aufhalsen muß. Schon in diesem Zusammenhang ist es nicht angebracht, von einer “seltsamen Kehrtwendung” der GRÜNEN zu sprechen, wenn es jetzt in der Rudolf-Diesel-Straße beim Ist-Zustand (Rudolf-Diesel-Straße zwischen Rosenheimer Landstraße und Prinz-Alfons-Straße in beiden Richtungen befahrbar) bleibt. Im Klartext: Wer aus dem Norden kommt, wird über die Rosenheimer Landstraße und die Rudolf-Diesel-Straße ins Gewerbegebiet einfahren, aus Richtung Süden über den Kreisel und die neue Robert-Bosch-Straße. Der neue Gemeinderatsbeschluß sorgt nach Meinung der GRÜNEN also durchaus für eine gerechtere Verteilung der Verkehrsbelastung. Die Einbahnstraßenregelung der Rudolf-Diesel-Straße hätte unseres Erachtens für die Bewohner von Riemerling-West keine bis nur eine geringfügige Entlastung gebracht, dafür aber für die Bewohner der Appeltwiese eine gewaltige Belastung. Die GRÜNEN achten im übrigen auch auf die Belange der Gewerbetreibenden, auch wenn diese keine Wählerstimmen zu vergeben haben. Der Gemeinde bringen sie schließlich über die Gewerbesteuer Geld in die Gemeindekasse.

Die Entscheidungen der GRÜNEN werden weder durch das Schielen auf Wählerstimmen, noch durch “Druck” von irgendwem, noch durch das Privatinteresse eines einzelnen Parteimitglieds beeinflusst.

Die Einschätzung der SPD-Gemeinderätin Ellmerer, die Beschlüsse des Gemeinderats seien das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt werden, ist eigentlich selbst eine Makulatur. Denn Gemeinderatsbeschlüsse werden in Hohenbrunn äußerst selten aufgehoben.

Es muß auch nochmals daran erinnert werden, dass die GRÜNEN die neue Robert-Bosch-Straße – die sogenannte Entlastungsstraße – von Anfang an entschieden abgelehnt haben. (Hedwig Rietzler und Gisela Pfaller)

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