Der Gemeinderat Hohenbrunn hat in seiner Sitzung am 21. September ein Wohnbauprojekt auf den Weg gebracht. Auf einem Gemeindegrundstück an der Robert-Bosch-Straße in Riemerling sollen bezahlbarer Wohnraum und voraussichtlich eine Kinderbetreuungseinrichtung entstehen. Die Gemeinde selbst wird Bauherrin sein und die Wohnungen vermieten.
Bügermeister Straßmair berichtete nun anscheinend in einem Gespräch mit der SZ über die Pläne der Gemeinde und wie er sich das alles denkt: Man möchte alleine entscheiden, wer die Wohnungen beziehen soll. Er wolle eine Art Einheimischen-Modell erarbeiten. Er nennt an erster Stelle junge Menschen, die sich zum Beispiel in der Feuerwehr oder – Achtung! – dem Burschenverein engagieren, neben älteren Menschen, die von ihrem eigenen Haus gerne in eine barrierefreie Wohnung wechseln möchten.
In allen Beratungen war bisher allerdings die Rede von finanziell und sozial Schwächeren, die in unserem Gemeindegebiet, in dem Einfamilienhäuser und Doppelhäuser im gehobenen Preissegment überwiegen, bisher keinen Platz finden und für die wir Wohnungen bauen wollen. Es sollten dabei die Wohnbedarfe von jungen Menschen wie Senioren, von Singles (z.B. auch MitarbeiterInnen mit geringem Einkommen in wichtigen Aufgabengebieten der Gemeinde wie Kinderbetreuung oder Feuerwehr) und Familien sowie von Gruppen mit besonderen Wohnbedürfnissen (z.B. Menschen mit Behinderung) gedeckt werden.
Ein Einheimischen-Modell steht nicht zur Debatte – eine „Art Einheimischen-Modell“, ein Wohnprojekt, bei dem (wie auch immer) ausschließlich Ortsansässige zum Zuge kommen sollen und die Mitgliedschaft in einem Traditionsverein als wichtiges Belegungskriterium gilt, hoffentlich auch nicht. Und BürgerInnen, die Ihr eigenes Haus gegen eine Wohnung tauschen, denken wohl kaum an eine einfache, preisgünstige Wohnung an dem mäßig attraktiven Standort in der Robert-Bosch-Straße. Da gibt es noch erheblichen Gesprächsbedarf, Herr Bürgermeister!
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