Die derzeitige Debatte zur Energiewende konzentriert sich hauptsächlich auf die Entwicklung der Strompreise. In den Hintergrund treten dabei die enormen zukünftigen Preisrisiken bei den fossilen Energieträgern. Durch Erschöpfung der Lagerstätten bei weiterhin steigendem Verbrauch werden Erdöl und Erdgas in den nächsten Jahren bedeutende Preissteigerungen erleben. Dass die Erschließung neuer Quellen z.B. durch Fracking wegen der damit verbundenen Umweltrisiken keine Lösung darstellt, sollte bekannt sein.

Auch Holz steht nicht in beliebig hohem Ausmaß als Ersatz zur Verfügung. Nachwachsende Rohstoffe wie z.B. Mais auf Ackerflächen führen zu erhöhtem Verbrauch von Dünger und Pestiziden. Biomasse ist also auch kein Ausweg.

Die prognostizierte Verdoppelung der Heizölpreise bis 2020 stellt enorme auch sozialpolitische Probleme dar. Viele Menschen werden sich das Heizen kaum mehr leisten können. Es wird Zeit, dass sich die Politik von der einseitigen Fixierung auf den Strommarkt löst und das Gesamtproblem der Energiewende hin zu Sparsamkeit und erneuerbaren Energien in allen Bereichen verstärkt in den Blick nimmt.

Aktuelle Zahlen und Prognosen finden sich in einer Studie der Grünen Bundestagsfraktion, die Hans-Josef Fell in diesen Tagen vorgestellt hat. Lesen Sie mehr.

 

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