Die Sondersitzung war im Dezember 2014 beantragt und beschlossen worden,  CSU, Bürgerforum und SPD hatten dieses Anliegen zur Vorbereitung der Entscheidung über den Neubau einer Turn- und Schwimmhalle vorgetragen. Die Sitzung sollte der Grundlagenermittlung dienen, ob und wie eine neue Turn- bzw. Schwimmhalle gebaut werden kann. Während beim Turnhallenneubau vor allem die Frage der Größe zur Diskussion steht, muss hinsichtlich einer neuen Schwimmhalle die Machbarkeit grundsätzlich geklärt werden.

Wir sind mit konkreten Erwartungen und Fragen in diese Sitzung gegangen, wie die Kollegen vom Bürgerforum hatten wir unseren Fragenkatalog rechtzeitig an die Verwaltung geschickt. Wir hatten Fragen gestellt zum Nutzungskonzept (Schulen, Vereine, Öffentlichkeit), insbesondere zur Nutzung einer künftigen Schwimmhalle für die breite Öffentlichkeit, zur Mitfinanzierung einer neuen Schwimmhalle durch den TSV (Herr Menzel hatte 2 Mio€ Sponsorengelder in Aussicht gestellt) und unsere Nachbargemeinden, deren Schulen und BürgerInnen die Hallen ja mitnutzen. Wir hatten außerdem um eine Aktualisierung der Kostenschätzungen gebeten für die bisher vorgestellten Hallenvarianten (Investitionskosten) und den laufenden Betrieb der Turn- und Schwimmhalle (jährliche Aufwendungen), bei der Schwimmhalle jeweils für einen Schwimmhallenbetrieb durch den TSV bzw. durch die Gemeinde. Und wir wollten wissen, welcher Kostenanteil durch Gebühren bzw. Eintrittsgelder gedeckt werden kann.

Der mit der Vorplanung betraute Planer präsentierte zunächst kurz den Stand der allen aus 2014 bekannten Machbarkeitsstudie. Die vom Bürgerforum und uns eingereichten Fragen trug er vor, ebenso die wenig aufschlussreichen Antworten, man hakte ein bisschen nach, aber wichtige Eckpunkte und Rahmendaten, auf denen eine baldige Entscheidung aufbauen könnte, blieb man schuldig. Das empfanden nicht nur wir als unbefriedigend. Es gab keine wirklichen Diskussionen, alle Fraktionen hatten aufbereitete Informationen erwartet, die weitgehend fehlten, und meldeten recht kritisch ihren immer noch beachtlichen Informationsbedarf an.

Die Informationsanforderungen kreisten vor allem um die Fragen nach

  • detaillierten Zahlen zu den Betriebkosten bzw. zur jährlichen Gesamtbelastung eines Schwimmbades. Es wurde deutlich, dass Planer und Verwaltung das bisherige Nutzungskonzept (Schulen und TSV Hohenbrunn-Riemerling) zugrundelegen. Dabei wurde jetzt aus dem Gremium mehrfach explizit die Erwartung geäußert, dass ein neues Schwimmbad der Öffentlichkeit wieder stärker zur Verfügung gestellt werden müsse. Immerhin würden ja alle HohenbrunnerInnen finanziell belastet, denn ohne deutliche Steuererhöhung ist eine Finanzierung kaum darstellbar. Es wurde deshalb auch mehrfach gefordert, dass die unterschiedlichen Nutzungsszenarien in ihrer Kostenwirkung dargestellt werden müssen.
  • der Finanzierung bzw. Finanzierbarkeit. Auch hier wollte das Gremium genauere Auskunft über Fördermittel und mögliche Zuschüsse und Bedingungen, an die diese geknüpft werden, ebenso über das notwendige Maß der Steuererhöhungen. Es wurde auch ins Spiel gebracht, ob man den Landkreis, die Nachbargemeinden, den Schulverband in die Finanzierung mit einbinden könne. Ein Anliegen, das wir unterstützen, das uns aber auch verwundert, denn unser Antrag, eine Übertragung der Sporthallen in den Schulverband anzustreben, wurde ja erst vor wenigen Monaten mit großer Mehrheit abgelehnt.
  • der Gesamtgestaltung und Aufteilung des Geländes. So wurde ein Hortneubau in die Diskussion gebracht und nach den unterschiedlichen Wechselbeziehungen auf dem Schulkampus bzw. die unterschiedlichen Auswirkungen der Sporthallenvarianten auf Schulen, Kita und Hort, Freiflächengrößen usw. gefragt.

Am Ende war dahingehend Einigkeit zu erkennen, dass ein Hallenbad wünschenswert sei, die Frage, ob wir uns das leisten können und wollen, war aber noch nicht ansatzweise gelöst. Jetzt sind wieder Verwaltung und Planer am Zuge, es muss eine Tabelle erstellt werden, in der verschiedene Szenarien in Zahlen abgebildet und vergleichbar sind.

Es wird wohl noch weitere Sondersitzungen geben müssen.

 

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